Conferencing Trends von der InfoComm 2018

Die InfoComm 2018 liegt nun schon einige Zeit hinter uns und ich möchte noch einmal einen kurzen Rückblick auf die wesentlichen Trends werfen, bevor wir uns alle wieder dem Alltagsgeschäft zuwenden. Nach einer Messe stellen sich Kollegen immer wieder die gleiche Frage: „Hast du etwas Besonderes gesehen?“

Die übliche Antwort auf diese Frage enthält meist zwei bis drei Produkte, die neue Branchentrends erkennen lassen. Sie ist also eher ein Blick in die Zukunft, gibt aber keinen Tipp für etwas, das man heute kaufen und sofort in ein Projekt integrieren kann. Da bildet die diesjährige InfoComm keine Ausnahme! Es gab intelligente Displays, die immer intelligenter werden, clevere und kostengünstige Kommunikationslösungen und einen allgemeinen Schwenk hin zu einfacheren, weniger integrierten Systemen für die allseits beliebten „Huddle Rooms“.

Verschiedene Hersteller boten auf der Messe Displays mit Spracherkennung als Teil ihrer intelligenten Funktionen an. Für Endnutzer ist das sicherlich ein attraktives Feature, da niemand mehr Notizen für z.B. Besprechungsprotokolle machen muss, wenn das Gerät das erledigt. Die Genauigkeit ist bei diesen Produkten das Maß der Dinge – zu diesem Zeitpunkt kann keine der angebotenen Lösungen die verschiedenen Konferenzteilnehmer durch Spracherkennung identifizieren. Man muss also immer noch den Text durchgehen, um ihn dem entsprechenden Sprecher zuzuordnen. Ich erwarte eine Verbesserung der Transkriptionsgenauigkeit und der Spracherkennung, sobald diese Systeme ausgereifter sind. Bei den Displays handelt es sich entweder um All-in-One-Systeme oder Ergänzungen zu zuverlässigeren Konferenzsystemen.

Erschwinglichere und einfacher zu implementierende USB-Konferenzsysteme waren auch in diesem Jahr auf der InfoComm weit verbreitet. Diese Produkte scheinen bei den Endkunden auf dem Vormarsch zu sein, mit Preisen für die unterschiedlichen Budgets. Gleichzeitig bieten sie einen erweiterten Funktionsumfang, der die Anforderung an die Konferenztechnik erfüllt. Solche Systeme werden oft mit intelligenten Displays kombiniert. Dadurch entsteht ein sehr funktionaler Konferenzraum, der oft mit weitaus teureren Optionen mithalten kann.

Auch USB-Videokameras haben sich technologisch weiterentwickelt. So findet Gesichtserkennung zunehmend Verbreitung, ebenso wie Kameras, die die Bildbreite an die Anzahl der Teilnehmer in einem Konferenzraum anpassen können. Allerdings ist es noch nicht möglich, eine voreingestellte Bildbreite basierend auf den tatsächlichen Sprechern zu erstellen. Meist können diese Geräte nur feststellen, wie viele Personen sich im Raum befinden und das Bild entsprechend anpassen. Die Entwicklung geht hier offensichtlich in Richtung Kameravoreinstellungen und Kameras, die in der Lage sind die aktiven Sprecher jederzeit zu erkennen. Bis es soweit ist, gibt es andere Möglichkeiten zum Erstellen dieser Presets. Derzeit können Sie Systeme wie die von One Beyond mit Shure-Mikrofonen verwenden, um intelligentere Kameravoreinstellungen aufzurufen.

Diese neuen Produkte auf der InfoComm 2018 setzen alle auf Benutzerfreundlichkeit und Erschwinglichkeit. Das bedeutet, dass Endkunden die Möglichkeit haben, sie in größerer Anzahl zu installieren als herkömmliche Konferenztechnikprodukte. Das ist meiner Meinung nach der größte Trend, den wir derzeit in unserer Branche beobachten können. Einfachere Räume, weniger Integration - aber mehr davon.

Aber natürlich darf ich an dieser Stelle ein wirklich cooles Produkt von Arthur Holm nicht vergessen: Das in Barcelona ansässige Unternehmen präsentierte ein elegantes Modul, mit dem sich das Shure MXA310 Mikrofonarray verbergen lässt. Es ist perfekt für einen Architekten, der fragt: „Kannst du das Mikrofon nicht einfach unsichtbar machen?“ Schauen Sie sich dazu das beiliegende Video an.

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MXA310

The Microflex® Advance™ MXA310 Table Array is a networked array microphone targeted at AV Conferencing applications where premium audio and a low pro…

Über den Author

Troy Jensen

Als Veteran der Audio/Video-Branche mit 30 Jahren Berufserfahrung hatte Troy bislang eine Reihe hochrangiger Consulting- und Management-Positionen inne, mit den Schwerpunkten Raumakustik, Systemdesign, sowie Projektmanagement und Unternehmensführung. Außerdem verfügt er über Zertifizierungen für verschiedene computergestützte Modellierungs- und Evaluierungsverfahren für AV-Umgebungen, was ihm besonders bei seiner Tätigkeit als Gastdozent im MFA-Programm der Yale School of Drama zugutekommt.

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