Equalizer – zu deutsch Entzerrer – bedeutet, dass einzelne Frequenzen oder Frequenzbänder verstärkt oder abgeschwächt werden.

  • Änderung der Klangfarbe. Z. B. bei Sprachanwendungen können die für die Sprachverständlichkeit wichtigen Frequenzbereiche (2 – 3 kHz) angehoben werden, oder bei dröhnenden Bässen diese abgeschwächt werden.
  • Ebenso kann die Gesamtlautstärke etwas erhöht werden ohne dass eine Rückkopplung auftritt (Gain Before Feedback). Dazu müssen die speziellen Rückkoppelfrequenzen abgeschwächt werden. Diese Frequenzen variieren aufgrund von vielen Faktoren: Unterschiedliches Equipment, unterschiedliche Raumeigenschaften, unterschiedliches Platzieren von Mikrofonen und Lautsprecher  – selbst Temperatur-Unterschiede können diese Frequenzen beeinflussen.
  • Die Audio-Qualität eines schlecht klingenden PA-System verbessern. Alle Komponenten der Signal-Kette beeinflussen den Klang und sollten sorgfältig ausgewählt werden.
  • Verbesserung einer schlechten Sprachverständlichkeit aufgrund von Hall, Reflexionen, Hintergrundgeräuschen oder anderen Raumeinflüssen. Diese müssen durch bessere Mikrofonplatzierung oder bauliche Maßnahmen am Raum vermieden werden.
  • Verbesserung einer geringen Sprachverständlichkeit aufgrund von zu großem Abstand vom Sprecher zum Mikrofon.
  • Reduzierung von Verzerrungen aufgrund von übersteuerten Verstärkern.
  • Vermeidung von Echos in Telekonferenz-Systemen.
  • Reduzierung von Grundrauschen.

Das Ziel eines EQs ist die Verbesserung Klangqualität (durch ändern der Klangfarbe) und Vermeidung von Rückkopplungen (durch gezieltes vermindern der Rückkoppelfrequenzen). Dazu sollten die Einstellungen vorerst nur gering vorgenommen und dabei genau auf das Ergebnis gehört werden. Wenn das Signal klar und gut klingt und eine genügende Lautstärke gefahren werden kann ist der EQ richtig eingestellt.

Wenn der Schall aus dem Lautsprecher wieder in das Mikrofon gelangt wird ständig das „gleiche Signal“ verstärkt und führt zu einem lauten Pfeifen.

  • Mikrofone zu nah an Lautsprecher platzieren.
  • Viele „offene“ Mikrofone.
  • Starkes boosten einzelner Frequenzen mittels EQ.
  • Viele Reflexionen im Raum durch harte Ebenen wie Wände, Boden, Decke, Glasfronten, …
  • Lauter sprechen, singen oder spielen.
  • Den Abstand zur Schallquelle verringern (ein halbieren des Abstandes bringt +6 dB Schalldruck).
  • Die Anzahl der „offenen“ Mikrofone reduzieren (wird die Anzahl der offenen Mikrofone halbiert kann die Gesamt-Laustärke um 3 dB erhöht werden).
  • Den Abstand zwischen Mikrofone und Lautsprecher vergrößern bzw. die Lautsprecher näher an die Zuhörer bringen.
  • Die typischen Rückkoppelfrequenzen mittels EQ abschwächen.