Aktuelle Informationen zu Funk-Frequenzen in der Schweiz

Aktuelle Informationen zu Funk-Frequenzen in der Schweiz

Wo darf ich eigentlich funken?

Jedes Shure Funk-Produkt ist in verschiedenen Frequenzbändern (z.B. „S8“, „T11“,…) erhältlich und funkt somit in verschiedenen Frequenzbereichen. Um Planungssicherheit zu gewährleisten, informieren wir auf dieser Seite über den aktuellen Stand der Dinge sowie absehbare Veränderungen und geben somit eine Entscheidungshilfe für/gegen bestimmte Frequenzbereiche.

Das Bakom reguliert die Nutzung von Funkmikrofonen (bzw. auch In-Ear Monitoring Systemen) in der so genannten RIR (Radio Interface Regulation).

Es stehen mehrere anmeldefreie Frequenzbereiche zur Verfügung. Man muss beim Kauf lediglich darauf achten, dass das Funksystem innerhalb eines anmeldefreien Bereiches funken kann. Und schon kann's los gehen.

Private und professionelle Anwender

Private und professionelle Anwender

Die anmeldefreien Bereiche sind:

  • 174 - 233 MHz
  • 470 - 694 MHz (608 – 614 MHz darf in der Umgebung von 5722 Bleien nicht verwendet werden)
  • 694 – 733 MHz (Nutzung bis 31.12.2018 möglich)
  • 738 – 786 MHz (Nutzung bis 31.12.2018 möglich)
  • 823 - 826 MHz (LTE – Mittenlücke)
  • 826 – 832 MHz (LTE – Mittenlücke)
  • 863 - 865 MHz (EU-weites Harmonized Frequency Band)
  • 1785 – 1804.8 MHz (LTE – Mittenlücke)
  • 2,4 GHz (weltweit anmeldefreier WLAN Bereich)

Freiwillige Frequenzkoordination für konzessionsbefreite PMSE Geräte

Nutzer von konzessionsbefreiten PMSE Geräten können sich auf freiwilliger Basis auf der von dritter Seite bereitgestellten Datenbank registrieren um den Frequenzeinsatz bei Anlässen zu koordinieren.

PMSE Database

Aktuelle Informationen vom 21.11.2017

Die RSPG (Europäische Kommission: Radio Spectrum Policy Group) hat ihre Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen für die weitere Nutzung des UHF-Frequenzbereichs veröffentlicht.

Das Frequenzband 470-694 MHz (UHF) wird mit großer Wahrscheinlichkeit bis 2030 für den PMSE-Bereich (Program Making Special Events: drahtlose Mikrofone und IEM-Systeme) zur Verfügung stehen. Bis zum Jahr 2025 soll feststehen, wie das UHF-TV-Band zukünftig aufgeteilt wird. Die RSPG verfolgt interessiert die Weiterentwicklung der Technologien, speziell in Hinsicht auf Spektrumeffizienz. Herstellern wird geraten, die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich voranzutreiben und sich mit den Möglichkeiten von zukünftigen Technologien, wie z.B. 5G zu beschäftigen.

Diese Einschätzung und das Bestehen des UHF-Bands für PMSE bis 2030 führen zu Planungssicherheit für die nächsten Jahre und erleichtern die Entscheidung für den Kauf von Investitionsgütern in diesem Geschäftsfeld.

Vorprogrammierte Frequenzen

Vorprogrammierte Frequenzen

Vorprogrammierte Gruppen und Kanäle

Funkfrequenzen können nicht beliebig miteinander kombiniert werden. Auch genügt es nicht, die Funksysteme nur auf unterschiedliche Frequenzen zu programmieren, sondern es müssen die Eigenschaften der verwendeten Sender und Empfänger beachtet werden, d.h. auch die Mischprodukte der einzelnen Sendefrequenzen. So kann es beispielsweise sein, dass mehrere Drahtlos-Systeme problemlos simultan betrieben werden; kommt jedoch ein weiteres System hinzu, wird das gesamte System funktionsunfähig. Aus diesem Grund müssen bei einer Mehrkanalanlage alle Frequenzen sorgfältig koordiniert werden.

Um den Aufbau von mehrkanaligen Mikrofonanlagen so einfach wie möglich zu halten, werden Shure Systeme in mehreren Gruppen mit unterschiedlichen Kanälen vorprogrammiert. Um beispielsweise 10 SLX Funkmikrofone störungsfrei in Betrieb zu nehmen, müssen lediglich alle Sender-/Empfängerpaare auf einen unterschiedlichen Kanal aus einer Gruppe eingestellt werden.

Alle Kanäle innerhalb einer Gruppe (abhängig vom Funksystem) sind kompatibel, d.h. sie können störungsfrei betrieben werden. Bei den verschiedenen Gruppen handelt es sich nicht um "bessere" oder "schlechtere", sie sind lediglich für unterschiedliche Anwender berechnet und optimiert. Welche Gruppe für welchen Anwenderkreis (Nutzergruppe/Land) vorgesehen ist, findet sich entweder in derBedienungsanleitung bzw. im Anhang der Bedienungsanleitung oder in den Frequenzlisten.

Wichtig: bei einer Mehrkanalanlage dürfen ausschließlich Frequenzen aus einer Gruppe verwendet werden!

Sollte die Mehrkanalanlage aus verschiedenen Systemen (z.B. ULX Drahtlos- und PSM 900 In-Ear-Monitoring System) bestehen, gilt dies nicht mehr. In diesem Fall berechnen wir gerne ein kompatibles Frequenzsetup für Ihren individuellen Fall (office@shure.ch).

ULX, UHF, UHF-R, PSM 900 und PSM 1000 Systeme sind darüber hinaus frei programmierbar, d.h. bei diesen Systemen kann, innerhalb des jeweiligen Frequenzbandes, jede Frequenz im 25 kHz Raster eingestellt werden (Ausnahme ist die ältere UHF-MA Serie mit 125 kHz Schrittweite). Die Sender verfügen über ein vierstelliges Display, so dass jeder Frequenz ein Code zugewiesen werden kann. Diese Codes sind ebenfalls in Gruppen und Kanälen dargestellt, allerdings beginnt die Gruppe hier immer mit einem Buchstaben (z.B. Gruppe A1 Kanal 67). Die zu den einzelnen Codes gehörenden Frequenzen finden Sie in den jeweiligen Frequenzlisten.

SLX Drahtlos-Systeme sind ebenfalls in 25 kHz Schritten frei programmierbar, allerdings wurde bei diesem System auf eine Anzeige der individuellen Sendefrequenz am Sender verzichtet. Hier lässt sich die Sendefrequenz im Empfängerdisplay ablesen.

Ältere Systeme mit fest eingestellter Frequenz (Performance Gear Wireless VHF/UHF und PSM 600) wurden von Haus aus mit kompatiblen Frequenzen innerhalb der Serie angeboten.

Links zum Thema Anmeldung & Bakom

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LTE-Check

Die "Vorprüfung zur Erstellung des qualifizierten Nachweises für eine Störungssituation" kann online durchgeführt werden.

Elias Ruh

Shure Applications Engineer

support@shure.ch

Telefon: +41 44 456 58 58

Shure Frequenzlisten

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Ansprechpartner

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Bei Fragen zum Thema Funk-Frequenzen wenden Sie sich direkt an APWPT-Mitglied Wolfgang Bilz

Wolfgang Bilz

Shure Applications Engineer

support@shure.de

Telefon: 07262 9249-107

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